Buch binden

Buch binden lassen

Mein Buch binden lassen – was muss ich beachten?

Mit dem Speichern der letzten Änderung des lektorierten Manuskripts ist die schriftstellerische, die wissenschaftliche oder journalistische Arbeit am Buchprojekt abgeschlossen. Werblich-kaufmännische Fragestellungen stehen zur Klärung an, bevor sie ihr Buch binden lassen. Grafische und handwerkliche Arbeiten müssen geeignet beauftragt werden.
Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie vom Manuskript dahin gelangen, Ihr Buch binden zu lassen und wie sie weiter zum Vertriebserfolg im Buchhandel kommen. Führende Aspekte sind das für das Genre Ihres Buches geeignete Buchformat und die Technik, in der Sie ihr Buch binden lassen.

Heureka, mein Manuskript! Und wie daraus nun ein Buch binden lassen?

Ganz gleich, ob ein Buch einzig der Forschung, der Lehre und der Bildung dienen oder wirtschaftlich erfolgreich sein soll – jede Autorin und jeder Autor will, dass ihr bzw. sein Buch gelesen wird. Diesem Ziel dienlich sind Antworten auf die Fragen:

  • Wie soll das Buch vertrieben werden?
  • Wie gelangt es in die Kataloge, wie in den Präsenzhandel?
  • Welches Format ist für das Genre des Buches im Online-Handel erfolgversprechend? Welches im Präsenzhandel?
  • Welche Papierqualität wähle ich?
  • Wie soll ich das Buch binden lassen? Hat das Buch als hochpreisiges Hardcover Marktchancen oder ist eine Herausgabe als günstiges Taschenbuch empfehlenswert?

Ein Verlag mit Serviceangebot kann Ihnen Rat und Hilfe bei der Beantwortung dieser Fragen geben. Entscheiden Sie sich hingegen – etwa bei einer Druckerei – nur die Leistungen „Druck“ und „Buch binden lassen“ einzukaufen, so sind sie hier in der Regel auf eigene Recherche angewiesen.

Der Entscheidung, wie Sie ihr Buch binden lassen, folgen die grafischen und handwerklichen Meilensteine des Buchprojekts.

Dies beginnt mit Layout und Covergestaltung. Der Text muss in druckfertige Form gebracht werden, bevor Sie das Buch binden lassen. Ein Satzspiegel muss festgelegt werden. Ränder, Seitenkopf- und Fußzeilen müssen mit dem gewählten Format des Buches harmonisiert werden. Ein Cover muss passend zum Buchformat erstellt werden. Impressum und Titelblätter sind einzufügen. Soll das Buch im Handel vertrieben werden, braucht es zudem eine ISBN.

Diese Arbeiten sollten Sie nur dann selbst zu leisten versuchen, wenn Sie über einschlägige grafische und mathematisch-geometrische Fertigkeiten verfügen.

Für Verlagsautoren leisten und koordinieren die Verlage diese Arbeiten. Autoren und Autorinnen, die in Eigenregie ihr Buch binden lassen, können bei Verlagen mit entsprechendem Serviceangebot einzelne Leistungen bis hin zu einem Komplettpaket hinzukaufen.

Bindeverfahren

Nach diesen Vorarbeiten folgt in der Druckvorbereitung die Anordnung der fertig gesetzten Seiten auf Druckbögen und schließlich der Druck. Danach werden die Bögen gefalzt und gestapelt. Anschließend erfolgt die Bindung der Stapel entsprechend des von Ihnen gewählten Verfahrens, ihr Buch binden zu lassen.

Fadenheftung, Drahtheftung, Klammerbindung

Die klassische – und aufwändigste, somit teuerste – Bindung ist die Fadenheftung, vulgo Fadenbindung. Sie kommt nur in Betracht, wenn Sie für Hardcover-Ausgaben ihr Buch binden lassen.

Die gestapelten Druckbögen werden dicht neben den inneren Falzen gelocht. Dann wird der Stapel mit einem durchlaufenden Faden zu einem Block vernäht und an der Innenseite samt dem Faden abgeleimt. Dabei kommen heute unter anderem PUR(Polyurethan)- Klebstoffe zum Einsatz. Diese Klebstoffe werden auch verwandt, wenn Sie mit Klebebindung Ihr Buch binden lassen.

Anschließend wird der Block an drei Seiten – oben, unten und außen – beschnitten. Der innere Falz bleibt bei diesem Verfahren erhalten.

Mit Vorsatz- und Nachsatzblättern in doppelter Größe des Buchblocks erfolgt schließlich die Verbindung zwischen Buchblock und Einband.

Eine moderne Abwandlung der Fadenheftung ist die Drahtheftung oder Klammerbindung. Diese Heftung erfolgt mit stabilem Metalldraht.

Klebebindung, PUR

Einfacher, kostengünstiger und bei Taschenbüchern praktisch alternativlos um Ihr Buch binden zu lassen, ist die Klebebindung. Die gefalzten Bögen werden an allen vier Seiten beschnitten. Der innere Falz bleibt nicht erhalten. Die inneren Blattseiten werden mit Klebstoff untereinander und mit dem Einbanddeckel verleimt. Die Qualität des Klebstoffs hat entscheidende Bedeutung für die Haltbarkeit. Wie auch zum Ableimen bei Fadenheftung haben sich Polyurethan-Klebstoffe bewährt, um ein Buch binden zu lassen. Eine Klebebindung mit Polyurethan wird verkürzt auch PUR-Bindung genannt.

Spiralheftung/Ringbindung

Ebenfalls einen Block aus Einzelblättern hält eine Spiralbindung zusammen. Zur Versteifung des fertigen Druckwerks wird ein fester Karton hinter den Buchblock geheftet. Die Vorderseite wird oft mit einem durchsichtigem Kunststoffblatt realisiert, dabei entfällt die Erstellung eines Covers samt Beschriftung.

Die Spiralbindung ist eine kostengünstige Art, ein Buch binden zu lassen. Sie eignet sich für Seminararbeiten, Korrekturexemplare, Handouts und Drehbücher. Sie erlaubt es, die Seiten vollständig umzuklappen. Dies ist beispielsweise bei Drehbüchern ein Vorteil, da jene im DIN A4 oder US-Letter-Format erstellt werden. Sie müssen dennoch bei Proben einfach zu handhaben sein. Für Belletristik und klassische Fachbücher kommt Spiralheftung nicht in Betracht, um ein Buch binden zu lassen.

Aktenstich/Schulbuchheftung

Für dünne Druckwerke eignet sich die von Schulheften her bekannte Aktenstichheftung. Die ineinander liegenden Bögen sind vierseitig und werden längs des Falzes mit Klammern oder Fäden geheftet. Diese Bindungsart ist einfach und kostengünstig. Sie eignet sich aufgrund des Biegeradius aber im Schriftstellerischen nur für dünne Druckwerke wie Fortsetzungsromane und (dünne) Comics.

Die Bindekorrektur

Der für den eigenen Anteil daran, ein Buch binden zu lassen, bestimmende Aspekt von Bindearten ist die sogenannte Bindekorrektur. Schlägt man ein Druckwerk auf, so sollte der Satzspiegel – der bedruckte Teil ohne Kopf- und Fußzeilen – die Proportionen der Seite widerspiegeln. Dies wird von Betrachtern als harmonisch empfunden. Die Breite der Außenränder sollte jeweils der Gesamtbreite des sichtbaren inneren Randes entsprechen. Die Breite des sichtbaren inneren Randes wiederum hängt vom Anteil der Seite ab, der durch Bindung und Biegung verschwindet. Dies ist jene Bindekorrektur (englische Abkürzung: BCOR).

Die Bindekorrektur einer Spiralheftung ist nahe an Null. Bei einer Fadenheftung hingegen kann jene der halben Breite des Außenrandes entsprechen. Dies führt zu einer komplizierten Abhängigkeit zwischen Satzspiegel, Bindungsart, Papierstärke und Seitenzahl. Auch deshalb ist es sinnvoll, Layout und Covergestaltung dort einzukaufen, wo Sie ihr Buch binden lassen.

Welchen Verlag empfehlen wir, um ein Buch binden zu lassen?

Wir haben uns für Sie umgesehen und sind bei Verlagshaus Schlosser fündig geworden. Alle Schritte von „Lektorat“ über „Buch binden lassen“ bis zu „Buch im Handel unterbringen“ erhalten Sie bei Verlagshaus Schlosser aus einer Hand. Lassen Sie sich von den Experten im Verlagshaus Schlosser professionell und unverbindlich zum Thema „Buch binden lassen“ beraten!

Fazit

Um ein Buch binden zu lassen und erfolgreich im Handel zu platzieren braucht es Expertenwissen. Druckereien leisten in der Regel nur das Druckhandwerkliche und die Bindung. Die Aufbereitung des Manuskripts zur druckfertigen Vorlage und die Covergestaltung sind komplexe Aufgaben.

Durch die Partnerschaft mit einem Verlag mit entsprechender Kompetenz erhalten Sie diese Leistungen aus einer qualifizierten Hand.

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